Aktivitäten der Bürgerinitiative Mobilfunk Hofen, Stuttgart

Der Widerstand gegen die UMTS-Mobilfunkanlagen auf dem Dach der Firma Mühleisen ist aktuell noch nicht als formale Bürgerinitiative organisiert. Vielmehr werden die Aktivitäten maßgeblich von den mit am direktesten betroffenen Anwohnern in der Königsseestrasse 1 A bis E getragen. Alle fünf Häuser liegen max. 30 Meter von den Masten entfernt, die oberen Etagen befinden sich auf „Augenhöhe“. Allein hier werden seit Ende Dezember 2006 acht Kinder unter 15 Jahre von Vodafone und O2 dauerbestrahlt.

Direkt nach Aufstellung der ersten Anlage wurde eine Unterschriftenaktion organisiert, an der sich mehr als 270 Bürgerinnen und Bürger aus Hofen beteiligten. Die Unterschriften wurden gemeinsam mit denen der anderen Initiativen in Stuttgart am 16. Februar 2007 an Oberbürgermeister Schuster übergeben.
Das Anschreiben zum Flugblatt.pdf >>

Auf Basis der Unterschriften hatten wir Ende August einen
Offenen Brief an OB Schuster.pdf >>

mitsamt Begleitschreiben.pdf >> erstellt. Darin baten wir die Stadtverwaltung, uns bei den Gesprächen mit den Betreibern und den Vermietern zu unterstützen, künftig bei der Auswahl der Standorte die Mitsprachemöglichkeiten zu nutzen sowie auf Bundes- und Landesebene bürgerfreundlichere gesetzliche Regelungen einzufordern. Zurück kam leider nur der übliche Standardbrief.pdf >> von Bürgermeister Hahn, in dem auf die fehlenden Eingriffsmöglichkeiten der Stadt und die gesundheitliche Unbedenklichkeit hingewiesen wurde.

Auch in der Presse wurde mehrfach über den Protest der Hofener gegen die rücksichtslose Aufstellung der UMTS-Masten berichtet. Beispielhaft finden Sie hier zwei Artikel aus der Cannstatter Zeitung.pdf >>

Darüber hinaus gab es eine Reihe von Diskussionen mit den Vermietern der Dachfläche, den Gebrüdern Mühleisen. Entgegen den ursprünglichen Zusagen wurden den Anwohnern immer noch nicht die mit Vodafone und O2 geschlossenen Verträge zur Einsicht vorgelegt. Auch das Commitment von Uwe Mühleisen, den angeblich 10 Jahre laufenden Vertrag nicht zu verlängern und dies schriftlich zu dokumentieren, wurde nicht umgesetzt. Da es den Mühleisens offenbar nur darum ging, Zeit zu gewinnen, wurden die Gespräche im Herbst 2006 eingestellt.

Ende Oktober fand auf unsere Initiative hin ein Gespräch mit Vertretern von Vodafone und O2  statt. Abgesehen von einem Austausch der unterschiedlichen Positionen wurde konkret vereinbart, nach Inbetriebnahme der Antennen auf Kosten der Betreiber eine Messung der Strahlenbelastung an 10 frei wählbaren Punkten durch ein unabhängiges Institut vorzunehmen. Die Terminierung steht seitens der Betreiber aktuell aus. Sobald die Ergebnisse vorliegen, können Sie dies unter "Messergebnisse" einsehen – sofern diese uns zur Verfügung gestellt werden!