Forschung und Studien, aktuell

"Es liegen keine Erkenntnisse über Schädigungen durch MF Strahlung vor",

ist die Behauptung von Industrie und Politik. Das Märchen von 40.000 Studien.pdf >>, die nichts ergaben, wird gestreut. Das Gegenteil ist der Fall, Erkenntnisse quillen über. Hier einige ausgewählte Beispiele des letzten halben Jahres 2007, u.a. aus dem EMF-Portal der RWTH Aachen.

Prevalence of headache among handheld cellular telephone users in Singapore: a community study
Prävalenz von Kopfschmerzen  bei Mobiltelefon-Nutzern in Singapur:
eine Stadtteil-Studie
Von: Chia SE, Chia HP, Tan JS
Erschienen in: Environ Health Perspect 2000; 108 (11): 1059 - 1062

Influence of proximity to mobile telephony transmitters on cancer incidenceEinfluss der räumlichen Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die Krebsinzidenz
Von: Eger H, Hagen KU, Lucas B, Vogel P, Voit H
Erschienen in: Umwelt - Medizin - Gesellschaft 2004; 17 (4): 326 - 332 (Journal nicht Peer-Reviewed

Short-term effects of GSM mobiles phones on spectral components of the human Electroencephalogram
Kurzzeitige Wirkungen der GSM-Mobiltelefone auf die spektralen Komponenten des menschlichen Elektroenzephalogramms
Von: Faucon G, Le Bouquin Jeannes R, Maby E
Erschienen in: Conf Proc IEEE Eng Med Biol Soc 2006; 1 (1): 3751 - 3754 (Journal nicht Peer-Reviewed)

Comparison of bioactivity between GSM 900 MHz and DCS 1800 MHz
mobile telephony radiation. med./biol

Vergleich der Bioaktivität zwischen GSM 900 MHz und DCS 1800 MHz
Mobilfunk-Befeldung

Von: Panagopoulos DJ, Chavdoula ED, Karabarbounis A, Margaritis LH Erschienen in: Electromagn Biol Med 2007; 26 (1): 33 - 44 (Journal nicht Peer-Reviewed)

Influence of 400, 900, and 1900 MHz electromagnetic fields on Lemna minor growth and peroxidase Activity
Einfluss von 400, 900 und 1900 MHz elektromagnetischen Feldern auf das Wachstum von Lemna minor und die Peroxidase-Aktivität
Von: Tkalec M, Malaric K, Pevalek-Kozlina B Erschienen in: Bioelectromagnetics 2005;
26 (3): 185 - 193

Aktuelle Studien zur Schädigung der Spermien durch
Mobilfunk-Bestrahlung

Effects of electromagnetic radiation from a cellular phone on human sperm motility: an in vitro study
Wirkungen elektromagnetischer Befeldung von Mobiltelefonen auf die Motilität humaner Spermien: Eine in vitro Studie
Von: Erogul O, Oztas E, Yildirim I, Kir T, Aydur E, Komesli G, Irkilata HC, Irmak MK, Peker AF Erschienen in: Arch Med Res 2006; 37 (7): 840 – 843

Evaluation of the effect of using mobile phones on male fertility.pdf

Auswertung der Wirkungen des Handy-Gebrauchs auf die männliche Fruchtbarkeit.pdf

Wdowiak A, Wdowiak L, Wiktor H
Erschienen in: Ann Agric Environ Med 2007; 14 (1): 169 – 172

Ziel der Studie (lt. Autor)
Diese in vivo-Studie wurde durchgeführt, um Auswirkungen der Handy-Benutzung auf die Fertilität bei Männern zu untersuchen.
Hintergrund/weitere Details:
In einem Zeitraum von 2 Jahren wurde das Sperma von 304 Männern, die sich einer Infertilitäts-Therapie unterzogen und keine Pathologie der Reproduktions-Organe aufwiesen, untersucht. Die Patienten wurden ihrem Handy-Gebrauch entsprechend in drei Gruppen aufgeteilt:

  • Gruppe A (99 Männer):     kein Handy-Gebrauch,
  • Gruppe B (157 Männer):   sporadischer Handy-Gebrauch über einen Zeitraum von 1-2 Jahren,
  • Gruppe C (48 Männer):     regelmäßiger Handy-Gebrauch über 2 Jahre.


Außerdem wurde der Wohnort, das Alter, das Rauchverhalten und der Beruf berücksichtigt.
Endpunkt
Effekte auf die Fortpflanzungsfähigkeit: Sperma-Qualität
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
In den Gruppen B und C wurden im Vergleich zur Gruppe A geringere Prozentanteile in der Spermienmotilität der Kategorie A (mehr als 50 % der Spermien zeigen Motilität) festgestellt.
Die höchste Anzahl an normalem Spermien (mehr als 30 %) wurde in der Gruppe A beobachtet und die geringste in der Gruppe C.
Kein statistisch signifikanter Unterschied wurde in der Sperma-Konzentration festgestellt.

„Wirkung der Mobilfunk-Nutzung auf die Samen-Analyse bei Männern in Behandlung in einer Unfruchtbarkeitsklinik:
Eine Beobachtungsstudie.".pdf >>

Von: Agarwal A, Deepinder F, Sharma RK, Ranga G, Li J
Erschienen in: Fertil Steril 2007: in press
Ergebnis:
“Die Nutzung von Handys verringerte die Samen-Qualität bei Männern durch Verminderung der Spermien-Anzahl, der Spermienmotilität, der Lebensfähigkeit und des Prozentsatzes an Spermien mit normaler Morphologie. Die Verminderung der Spermien-Parameter war abhängig von der Dauer der täglichen Handy-Exposition.“

„Besteht eine Beziehung zwischen Handy-Nutzung
und Samenqualität?".pdf >>
Von: Fejes I, Za Vaczki Z, Szollosi J, Kolosza R S, Daru J, Kova Cs L, Pa L A
Erschienen in: Arch Androl 2005; 51 (5): 385 - 393
Hauptergebnis:
„Die Dauer des Besitzes und die tägliche Übertragungszeit korrelierten negativ mit dem Anteil schnell progressiver freibeweglicher Spermien und positiv mit dem Anteil langsam progressiver freibeweglicher Spermien. Die geringen (weniger als 15 Minuten pro Tag) und hohen (mehr als 60 Minuten pro Tag) Übertragungszeit-Kontroll-Gruppen unterschieden sich ebenfalls bei den schnell progressiven
freibeweglichen Spermien. Die anhaltende Nutzung von Handys könnte negative Wirkungen auf die Eigenschaften der Spermienmotilität haben.“

"Der Einfluß elektromagnetischer Wellen auf die Spermienmotilität"
Von: Davoudi M, Brossner C, Kuber W
Erschienen in: J Urol Urogynaekol 2002; 9 (3): 18 - 22
(Journal nicht Peer-Reviewed)
Hauptergebnis:

„Die Daten deuten auf eine verminderte Beweglichkeit der progressiv schnell-beweglichen Spermien hin, verursacht durch elektromagnetische Wellen von GSM-Mobiltelefonen.“

Mobilfunkmasten vertreiben Vögel

The Urban Decline of the House Sparrow (Passer domesticus): A Possible Link with Electromagnetic Radiation.pdf

Professor LutzDer städtische Rückgang des Haussperlings (Passer domesticus): Eine mögliche Verbindung zu elektromagnetischer Befeldung.pdf

Von: Balmori A, Hallberg Ö
Erschienen in: Electromagn Biol Med 2007;
26 (2): 141 – 151

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es sollte untersucht werden, ob die Haussperlings-Population (Vögel, die gewöhnlich in städtischer Umgebung leben) in Spanien abnimmt und es sollte die Hypothese bewertet werden, dass elektromagnetische Befeldung durch Mobilfunk-Antennen mit der Abnahme der Haussperlings-Population verbunden ist.
Hintergrund/weitere Details:
Zwischen Oktober 2002 und Mai 2006 wurde eine sogenannte "Point Transect- Probeaufnahme" mit 40 Besuchen an 30 Punkten in Valladolid, Spanien, durchgeführt. An jedem Punkt wurden die Sperlinge gezählt und die mittlere elektrische Feldstärke gemessen (Hochfrequenzen und Mikrowellen: 1 MHz- bis 3 GHz-Bereich).
Endpunkt
Anzahl der Haussperlinge
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Es wurden signifikante Abnahmen bei der mittleren Vogel-Dichte über die Zeit gefunden und signifikant geringe Vogel-Dichten wurden in Gegenden mit hoher elektrischer Feldstärkeaufgedeckt. Die Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass elektromagnetische Felder mit der beobachteten Abnahme der Haussperlings-Population verbunden sind.

"Mögliche Wirkungen elektromagnetischer Felder von Telefon-Masten auf eine Population des Weißstorch (Ciconia ciconia).".pdf >>
Von: Balmori A ..Erschienen in: Electromagn Biol Med 2005; 24 (2): 109 - 119

Professor LutzHauptergebnis:
„Die Gesamt-Produktivität in den Nestern, die sich innerhalb von 200 Metern der Antennen befanden, war 0.86 ± 0.16 und die Teil-Produktivität war 1.44 ± 0.16. Bei Nestern, die weiter als 300 m entfernt lagen, war die Gesamt-Produktivität mit durchschnittlich 1.6 ± 0.14 praktisch verdoppelt. Die Teil-Produktivität lag hier bei 1.65 ± 0.13. 12 Nester (40%), die innerhalb der 200 m der Antennen lagen, hatten nie Küken, wohingegen nur eins der Nester, was mehr als 300 m entfernt lag, keine Küken hatte.“

"Zelltod, induziert durch GSM 900 MHz und DCS 1800 MHz Mobiltelefon-Strahlung".pdf >>
Von: Panagopoulos DJ, Chavdoula ED, Nezis IP, Margaritis LH
Erschienen in: Mutat Res 2007; 626 (1-2): 69 - 78
Ziel der Studie:
„Es sollte untersucht werden, ob eine GSM- oder DCS-Exposition während der frühen und mittleren Stadien der Oogenese (Eireifung) der Drosophila melanogaster-Fliege, wo programmierter Zelltod physiologisch nicht auftritt, Zelltod induzieren kann.“
Ergebnis:
„Zelltod wurde während aller Entwicklungsstadien der frühen und mittleren Oogenese (Eireifung), vom Germarium bis zum Stadium 10 und in allen Typen der Eikammer Zellen (Nährzelle, follikuläre Zelle, Oozyte) nachgewiesen. Es wurde aufgedeckt, dass das Germarium und die Stadien 7-8 die Entwicklungsstadien sind, die am empfindlichsten auf elektromagnetischen Stress, induziert durch GSM- und DCS-Felder, reagieren, wobei das Germarium sogar noch empfindlicher als die Stadien 7-8 war.“

 In www.elektrosmogreport.de wird eine Zusammenfassung.pdf>> und Interpretation dieser Studie veröffentlicht, u.a. heißt es:
"In Labortests mit der Fruchtfliege Drosophila melanogaster... wurden Schäden in verschiedenen Stadien der Eientwicklung festgestellt, wenn die Eier mit Mobilfunkfrequenzen von 900 Mhz und 1800 Mhz bestrahlt wurden." ...

"Obwohl man es nicht direkt übertragen kann, halten es die Forscher für möglich, dass ähnliche Wirkungen auch bei Menschen auftreten können" ... "Es kann auch sein, dass die Einleitung des Zelltods vieler Zellen der Grund für Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen ist, bekannt als "Mikrowellensyndrom"."

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Über die Auswirkungen der EMF-Befeldung in
der menschlichen Zelle

Eine aktuelle Arbeit von Friedman (Israel) bestätigt die  Radikalenbildung ( ROS) in der Membran als Ursache der aktivierten Krankheits – und Schädigungskaskaden des Organismus. Um die Bedeutung dieser Studie, die eine Kausalität beweist, zu verstehen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, oder lesen den Aufsatz von Dr.U.Warnke: „Deutliche Hinweise auf Gefahren und Schädigungen durch Kommunikationsfunk-Strahlung sind seit Jahrzehnten Stand des Wissens“ in Richter/Wittebrock, 2005.

„Mechanismus einer kurzfristigen ERK-Aktivierung durch elektromagnetische Felder im Frequenz-Bereich des Mobilfunks.“.pdf >>
Von: Friedman J, Kraus S, Hauptman Y, Schiff Y, Seger R
Erschienen in: Biochem J 2007: in press

„Die Studie skizziert einen detaillierten molekularen Mechanismus, wie elektromagnetische Felder mit Mobilfunk-Frequenz eine kurzfristige MAPK-Aktivierung einleiten und dadurch Transkription und andere zelluläre Prozesse induzieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass ERKs, im Gegensatz zu JNKs oder p38MAPKs, schnell in Reaktion auf eine Mobilfunk-Exposition verschiedener Frequenzen und Stärken aktiviert werden. Dabei wird die erste Stufe in der Zellmembran durch die NADH-Oxidase vermittelt, die schnell reaktive Sauerstoffspezies generiert. Diese generierten reaktiven Sauerstoffspezies bringen dann direkt Matrix-Metallproteinasen dazu, das Heparin-bindende (Hb)-EGF freizusetzen, was im weiteren Verlauf die ERK-Kaskade aktiviert.“

Diese aktuelle Arbeit von Friedman (Israel) bestätigt die Radikalenbildung ( ROS) in der Membran als Ursache der aktivierten Krankheits – und Schädigungskaskaden des Organismus und bestätigt die von Dr.U.Warnke beschriebene Kausalität:
„NO-Moleküle, die in Kooperation von schwachen Magnetfeldern, starken elektrischen Feldern und Hochfrequenzstrahlung ihren Redoxzustand verändern, sind für den Organismus unbrauchbar und induzioeren diverse Schädigungen in ihrer Umgebung. Die nun dringend erforderliche Aptose zur Zerstörung der defekten Zelle wird durch radikale NO-Moleküle wiederum unterbunden.“ (S.135, Richter/Wittebrock, 2005)
Im Prinzip alles ganz einfach, die eingestrahlte Energie legt einen kleinen Schalter um, der Verstärker ist die Zelle selbst. Entspricht einem Radio mit Stromanschluss.


 „Veränderungen der Kalzium-Ionen Aktivität durch extrem niederfrequente und radiofrequente elektromagnetische Felder“.pdf >>
Dr. Carl F. Blackman (Biographie.pdf >>) .

Diese US-Studie weist Veränderungen in der Zelle nach und stellt fest:
„Die hier präsentierten Daten über EMF-induzierte Veränderungen der Kalzium-Ionen Aktivität und die damit zusammenhängenden biologischen Untersuchungen unterstreichen die Bedeutung eines Wechsels von dem traditionell technikzentrierten zu einem biologischen (gesundheitlich orientierten) Zugang. In der Vergangenheit führte die Dominanz des technikzentrierten Ansatzes zu einer Koordinierung in der Forschung über nieder- und hochfrequente EMF, welche den Informationsgewinn behinderte, der andernfalls eine bedeutende Unterstützung für weitergehende Untersuchungen dargestellt hätte.

Die Forschung und Bewertung, die in diesem Artikel vorgetragen wird, wurde vom National Health und Environmental Effects Research Laboratory, U.S. Environmental Protection Agency revidiert und zur Publikation freigegeben.“ Übersetzung der Studie durch Kundi, Hutter, Mooshammer (Uni Wien).